Der Zufall will es, dass der bekannte Dresdner Architekt Hans Helmut Heinrich genau an seinem hundertsten Geburtstag verstirbt. Sein Leben umspannt ein ganzes Jahrhundert deutscher Geschichte: geboren im Kaiserreich, erlebt er zwei Weltkriege, zwei Diktaturen und zwei Demokratien. Er gründet eine Familie, zeugt zwei Kinder und überlebt zwei Ehefrauen. Doch was bleibt von einem Menschen nach einem Jahrhundert? Wie gehen die Kinder mit dem Erbe ihres Vaters um? Und welches Schicksal erwartet das Haus, das er für seine Familie auf dem Weißen Hirsch errichtet hat?
In ihrem Roman „Hundert Jahre: Zwischen Hoffnung und Verhängnis“ begibt sich die Autorin Susanne Steinbrecher auf die Spuren ihrer eigenen Familiengeschichte. Als Tochter des Architekten Hans Helmut Heinrich verbindet sie persönliche Erinnerungen mit den großen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts. Dabei entsteht ein eindrucksvolles Panorama Dresdner Stadt- und Architekturgeschichte – von den Bauten der Kaiserzeit über die Moderne der DDR bis hin zum Wiederaufbau der Frauenkirche.
Besonders für den Weißen Hirsch besitzt das Buch eine besondere Bedeutung: Das von Hans Helmut Heinrich für seine Familie errichtete Haus auf dem Weißen Hirsch wird zu einem zentralen Schauplatz der Erzählung. So verbindet der Roman auf eindrucksvolle Weise Familiengeschichte, Architektur und die Entwicklung eines der schönsten Dresdner Stadtteile.
Freuen Sie sich auf eine spannende Lesung über Erinnerung, Aufbruch, Verlust und die Frage, wie Geschichte in Häusern, Orten und Familien weiterlebt.