Zur 1. Internationalen Hygieneausstellung 1911 in Dresden ließ die Kaiserliche Chinesische Regierung ihren Ausstellungs-pavillon im Stil einer chinesischen Villa errichten.
1912 kaufte die Gemeinde Weißer Hirsch den Pavillon und ließ ihn im Rathausgarten neu errichten.
Die Einweihung erfolgte am 1. August 1912 in Form eines Lesecafs mit in- und ausländischen Zeitungen für Kurgste (kostenlos) und Einwohner des Weißen Hirsch (Eintritt). Die Lesehalle bestand aus mehreren Räumen (Raucher, Nichtraucher). Es gab Brettspiele und Schreibtische mit Schreibutensilien, auch die Kurliste lag zur Einsicht aus. Am 3. 5.1913 eröffnete im Untergeschoss die Dresdner Molkerei Gebrüder Pfund die Trinkkurhalle, in der Milch, Milchprodukte und Mineralwässer angeboten wurden.
In der NS-Zeit erfolgte eine Einschränkung der ausländischen Zeitschriften. Ab März 1938 durften jüdische Bürger die Lesehalle nicht mehr betreten
Nach dem 2. Weltkrieg erfolgte 1951 eine erneute Öffnung als Gaststätte.
Am 13.02.1961 eröffnete das Lesecafé „Zeit im Bild“. Der gleichnamige Dresdner Verlag übernahm die Patenschaft. Damit sollte die alte Tradition wieder aufgenommen werden.
1992 eröffnete das Chinarestaurant „Jasmin“ als erstes chinesisches Spezialitätenlokal in Dresden. In der Nacht vom 27. zum 28. August 1997 brennt der Pavillon fast aus.
Um den chinesischen Pavillon am Rathauspark zu erhalten, wurde von Bewohnern des Weißen Hirsch im Dezember 2005 der „Chinesischer Pavillon zu Dresden e. V.“ gegründet.
Chronologie der Geschichte des Cinesischen Pavillons